Milarepa

Milarepa

Mila­re­pa wur­de im Westen Tibets in der Pro­vinz Gungt­hang gebo­ren. Nach der Über­lie­fe­rung ver­starb sein Vater, als er sie­ben Jah­re alt war, und Mila­re­pa und sei­ne Mut­ter kamen unter die Obhut böse gesinn­ter Ver­wand­ter. Dort wur­den sie der­art schlecht behan­delt, dass sei­ne Mut­ter ihn zum Erler­nen der Kunst der Magiefort­schick­te, um sich dann anschlie­ßend an ihnen zu rächen. Durch „schwar­ze Magie“ ver­ur­sach­te Mila­re­pa zunächst den Tod vie­ler Men­schen, bereu­te dies jedoch schließ­lich und mach­te sich auf die Suche nach einem Mei­ster, der ihn in der Leh­re Bud­dhas, ins­be­son­de­re in tan­tri­scher Pra­xis, unter­wei­sen konn­te.

Er traf zunächst den Dzog­chen-Mei­ster Rangthön Lha­ga, wur­de von ihm jedoch, da zwi­schen ihnen die not­wen­di­ge kar­mi­sche Ver­bin­dung aus frü­he­ren Lebens­zei­ten fehl­te, zu dem Über­set­zer Mar­pa geschickt. Er wur­de für Jah­re Schü­ler Mar­pas. Bei ihm muss­te er aber zunächst eine ent­beh­rungs­rei­che Zeit durch­ste­hen. Mar­pa ließ ihn durch har­te Arbeit sein ange­sam­mel­tes schlech­tes Kar­ma„abtra­gen“. Danach erst über­trug Mar­pa ihm die beson­de­ren tan­tri­schen Leh­ren, die er selbst von Nar­o­pa und ande­ren Mei­stern erhal­ten hat­te.

Mila­re­pa leb­te vie­le Jah­re sei­nes Lebens in völ­li­ger Abge­schie­den­heit. Er ernähr­te sich auf ein­fach­ste Wei­se, prak­ti­zier­te Medi­ta­ti­on und ver­schie­de­ne tan­tri­sche Yoga-Tech­ni­ken, um letzt­end­lich das Maha­mu­dra (Gro­ßes Siegel/Symbol) zu ver­wirk­li­chen. Von da an begann er zu leh­ren und unter­wies Schü­ler. Berühmt sind sei­ne Hun­dert­tau­send Gesän­ge, in denen er sei­nen Lebens­weg und die tan­tri­sche Leh­re in Vers­form dar­leg­te. Er soll sie, als Aus­druck sei­ner Ver­wirk­li­chung, in Ver­sen­kung ver­nom­men und dann wort­ge­treu auf­ge­zeich­net haben. Mila­re­pas berühm­te­ste Schü­ler waren Gam­po­pa und Rechung­pa.

Der tibe­tisch bud­dhi­sti­schen Legen­de nach hält Mila­re­pa sich in Aks­hob­hyas Rei­nem Land Abhi­ra­ti auf, wo er voll­stän­di­ge Bud­dha­schaft erlangt hat

Buch­tip:

Wenn wir uns fein­stoff­li­chen Ebe­nen des Kör­pers und des Gei­stes öff­nen, kann es manch­mal ein­fa­che Lösun­gen für kom­pli­zier­te Pro­ble­me geben und schein­bar Unmög­li­ches kann mög­lich wer­den. Aber ein ein­fa­ches Wün­schen reicht meist nicht aus. Auch geht es nicht um einen Ego-Trip. Gro­ße äuße­re Not und Mit­ge­fühl kön­nen manch­mal Pfor­ten zu neu­en Dimen­sio­nen auf­schlie­ßen, die uns bis­her ver­bor­gen waren, kön­nen uns und ande­re inspi­rie­ren, unge­ahn­te Kräf­te und Wis­sen frei­set­zen, kön­nen Wege zu einem Umgang des Wohl­wol­lens mit­ein­an­der auf­zei­gen. Auch die Begeg­nung mit erleuch­te­ten Mei­stern, mögen sie manch­mal auch noch so kurz und unbe­deu­tend erschei­nen, kön­nen bis­her ver­bor­ge­ne Sei­ten in uns anklin­gen las­sen und Erkennt­nis­se ver­mit­teln, kön­nen uns hel­fen Gren­zen zu über­schrei­ten. Im tibe­ti­schen Bud­dhis­mus wird der Weg zur Erleuch­tung syste­ma­tisch gelehrt, unser Geist Stück für Stück geöff­net. Und immer wie­der gibt es auf dem Weg dahin Kri­sen, selbst bei gro­ßen Mei­stern noch. In die­sem Buch wer­den Facet­ten von Erfah­run­gen beschrie­ben, die unser All­tags­be­wusst­sein tran­szen­die­ren und erwei­tern kön­nen. Wenn wir erst das vol­le Poten­ti­al unse­res Gei­stes erschlos­sen haben, kön­nen wir ver­ste­hen, war­um erleuch­te­te Mei­ster sagen: „Die viel­fäl­ti­gen Erschei­nun­gen sind wie eine magi­sche Illu­si­on und ein Regen­bo­gen“
milarepa_oder_der_weg_durchs_nadeloehr

Produktdetails

Ein­band Taschen­buch
Sei­ten­zahl 120
Erschei­nungs­da­tum 22.04.2014
Spra­che Deutsch
ISBN 978–3-95802–008-5

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