Liao Fan

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Liao Fan — Die vier Lek­tio­nen des Lebens

Im Jah­re 1603 ver­fass­te der chi­ne­si­sche Beam­te und Gelehr­te Liao-Fan Yuan ein klei­nes Buch für sei­nen Sohn. Die Aus­füh­run­gen soll­ten die­sen auf den rech­ten Weg gelei­ten und ihn zu einem eben­so erfolg­rei­chen Mann machen wie sei­nen Vater.

Durch die rela­ti­ve Berühmt­heit des Autors blieb der Inhalt des Buches aller­dings nicht inner­halb der Fami­lie, son­dern fand beson­ders bei den Bud­dhi­sten Chi­nas gro­ßen Anklang. Noch heu­te ist das Werk in Chi­na und Tai­wan für vie­le Men­schen eine höchst aktu­el­le Anlei­tung für ein Selbst­be­stimm­tes Leben.

Die erste Lek­ti­on beschäf­tigt sich mit der Erkennt­nis, dass das Schick­sal und das Leben der Men­schen kei­nes­falls vor­her­be­stimmt ist. Ledig­lich „gewöhn­li­che Men­schen“ sind dem Schick­sal erge­ben und fol­gen ihm. Der­je­ni­ge der an sich arbei­tet, egal wel­che Bil­dung er genos­sen hat oder wel­chem Stand er ange­hört, kann sein Leben aktiv beein­flus­sen.

Die zwei­te Lek­ti­on lehrt den Leser wie wich­tig es ist, sein eige­nes Ver­hal­ten stets zu reflek­tie­ren und dar­über nach­zu­den­ken was man dar­an ver­bes­sern könn­te. Denn nur die ste­ti­ge Wei­ter­ent­wick­lung der eige­nen Per­sön­lich­keit kann ein erfüll­tes Leben brin­gen.

Die drit­te Lek­ti­on geht sehr in die Tie­fe und erklärt anhand zahl­rei­cher Bei­spie­le wie es zu schaf­fen ist, das eige­ne Ver­hal­ten zu ver­bes­sern und wie sich das rech­te Ver­hal­ten vom unrech­ten unter­schei­det.

Die Vier­te Lek­ti­on hebt noch ein­mal die Vor­zü­ge der Beschei­den­heit her­aus und belegt sie mit zahl­rei­chen Bei­spie­len.

Neben der rei­nen Über­set­zung des Wer­kes von Liao-Fan Yuan bie­tet die Her­aus­ge­be­rin Ute Eng­ler auch eini­ge wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zu der Zeit in der das Buch geschrie­ben wur­de. Das System der Beam­ten­prü­fun­gen stellt sie eben­so vor, wie die all­ge­mei­nen Lebens­um­stän­de, das poli­ti­sche System, sowie die reli­gi­ons­phi­lo­so­phi­schen Strö­mun­gen Dao­is­mus, Kon­fu­zia­nis­mus und Bud­dhis­mus.

Der Leser erfährt somit ganz neben­bei noch eini­ges über die Begleit­um­stän­de zur Ent­ste­hung des Manu­skrip­tes.

Das wirk­lich wich­ti­ge und auch fes­seln­de an dem Buch ist aber die Aktua­li­tät des Inhal­tes. Denn auch im heu­ti­gen „moder­nen“ Leben haben die Aus­füh­run­gen des Autors unbe­ding­te Gül­tig­keit. Auch wenn die Bei­spie­le natür­lich aus dem Chi­na um das Jahr 1600 her­um stam­men, was aber durch­aus einen gewis­sen Reiz hat.
ISBN-10: 3424350567, ISBN-13: 9783424350562
Liao-Fan Yuan und Ute Eng­ler: Die vier Lek­tio­nen des Lebens
Diede­richs Ver­lag, 2011, 144 Sei­ten, For­mat 19,2 x 13 x 1,8 cm
ISBN-10: 3424350567, ISBN-13: 9783424350562

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